Shiatsu

ist eine Behandlungsmethode aus Japan die sich dort zu beginn des letzten Jahrhunderts entwickelt hat.

Nach dem zweiten Weltkrieg brachte der Japaner T. Namikoshi das Shiatsu in die USA mit und wurde so im "Westen" bekannt. Jedoch erst in den siebziger Jahren fand Shiatsu unter dem japanischen Shiatsu - Therapeuten Shizuto Masunaga weite Verbreitung in der westlichen Welt. Seine Grundlage bildete wieder die Lehre des Meridiansystems, des Ki, dem Prinzip von Yin und Yang und der 5 Elemente (Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser). Seit dem hat sich Shiatsu vor allem in Europa stetig weiterentwickelt aber die Wurzeln in der traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) und Denkweise behalten.

 

Eine Shiatsu Behandlung dauert in etwa zwischen 45 und 60 Minuten. Über Handflächen, Daumen, Ellenbogen oder die Knie wird dabei sanft Druck entlang der Meridianwege und speziellen Punkte ausgeübt. Sie liegen dabei in bequemer Kleidung auf dem Boden. Als Unterlage dienen Kissen und Decken oder traditionell ein Futon.

 

Der Bodenkontakt ist fest in der japanischen Kultur verankert. Durch die Erdnähe wird die Schwerkraft unmittelbar wahr- genommen. Die Erde ist im fernöstlichen Weltbild das Zentrum der Kraft und sorgt für Stabilität und Halt.

Shiatsu heißt übersetzt "Fingerdruck" und ist, obwohl der Begriff erst in diesem Jahrhundert entstand, tief mit der traditionellen Chinesischen Medizin und Denkweise verbunden. Als Grundlage der Behandlung dient der Einfluss der Berührung auf das Meridiansystem im Körper. Das Meridiansystem stellt die in der Chinesischen Medizin enthaltenen Energiebahnen dar durch die die Lebensenergie, das Ki, fließt. Es wird im Chinesischen (Tschi) und im Japanischen (Ki) ausgesprochen.

Mit Shiatsu ziehlen wir darauf ab, Ganzheitlich, diesen Energiefluss zu beeinflussen. Der Grundgedanke ist, dass nur, wenn das Ki ungehindert fließen kann und alles im Gleichgewicht ist, auch der Mensch gesund ist. Shiatsu hilft uns also unser Gleichgewicht wiederzufinden, unsere Körperwahrnemung und unsere Lebensqualität durch ein gesteigertes Wohlbefinden zu verbessern.

Das Prinzip für das Gleichgewicht wird mit dem Prinzip von Yin und Yang erklärt, dem sich die Elemente und auch das Ki unterordnet. Yin und Yang ist das Zusammenspiel von Allem und die Harmonie die wir anstreben um gesund zu sein. Yin und Yang findet man in allem wieder, zum Beispiel im Wandel der Jahreszeiten. Sie stellen alle Gegensätze in der Natur und in unserem Denken dar und beschreiben auch die Abhängigkeit aller Gegensätzen voneinander. (z.B.: Licht, Wärme, Leben kann es nur geben wenn es auch Dunkelheit, Kälte, Tod gibt, ohne das eine ist das andere nicht existent)