kleines Massagelexikon

was es zu beachten gibt

Wann, für was und warum kann eine Massage hilfreich sein? Und wann nicht! Siehe auch die Beschreibungen der einzelnen Massageformen.

allgemeine Indikationen (Pro's):

  • positive Umstimmung des Nervensystems (z.B.: bei innerer Unruhe)
  • präventiver Ausgleich muskulärer Ungleichgewichte (z.B.: Verspannungen)
  • allgemeine Entspannung, Stressabbau, Wohlbefinden, Erholung
  • Steigerung der körperlichen Abwehr und Leistungsfähigkeit (Stärkung des Immunsystems)
  • positive Beeinflussung bei Belastungen im Alltag (Büro, PC,...)
  • verbesserte Körperwahrnehmung (Spüren einzelner Muskeln)
  • Entschlackung und Regeneration (Haut, Bindegewebe, Muskulatur)
  • Unterstützung beim Sport (in der Vorbereitung, sowie nach dem Sport in der Einleitung der Regenerationsphase)

allgemeine Kontraindikationen (Kontra's): (Bitte undbedingt auch bei den AGB's beachten!)

  • bei Entzündungen im oder am Körper, bei offenen Verletzungen und Wunden
  • bei akuten Herz-Kreislauf-Erkrankungen (z.B.: Bluthochdruck, Herzinfarkt)
  • bei hochgradiger Osteoporose (Knochenerweichung)
  • bei erhöhter Blutungsneigung "Bluter" (z.B.: durch Medikamente wie Aspirin)
  • bei fieberhaften Erkrankungen und allgemeinem Unwohlsein
  • bei Krampfadern (je nach Schwere)
  • bei Thrombose (es besteht die Gefahr einer Embolie (Gefäßverschluss))
  • bei bösartigen Geschwülsten (Tumoren)
  • bei Knochenbrüchen
  • bei schweren psychischen Pathologien (z.B.: Schizophrenie)
  • bei Schwangerschaft bis zum 4ten Monat (am besten immer ärztlich abklären)
  • bei Diabetes
  • bei Einnahme von starken Medikamenten, Alkohol oder Drogen

spezielle Kontraindikationen bei der Schwangerschaft:

  • SSW 1-12 (ersten 3 Monate)
  • Frühwehen
  •  Drogenmissbrauch
  • Vaginale Blutungen
  • Blutungen, starker Abfluss
  • Fruchtwasserinfektion
  •  Zervixinkompetenz
  •  Ödeme
  • Starke (Migräne) Kopfschmerzen
  • Erkrankungen der Plazenta
  • genetische Blutgerinnungsstörungen
  •  plötzlicher Anstieg des Blutdrucks
  • Eileiterschwangerschaft
  • Schwangerschaftsdiabetes (Gestationsdiabetes)
  • Unstillbares Schwangerschaftserbrechen
  • Risikoschwangerschaft (siehe Mutterpass Seiten 5-6)
  • SIH (= schwangerschaftsinduzierte Hypertonie
    • Veraltet: Gestose (= Schwangerschaftsvergiftung)

Risikoschwangerschaft: Immer vorher ärztlich abklären!

Bei folgenden Punkten erst nach dem 4ten Monat massieren:

  • künstliche Befruchtung
  •  Komplikationen bei vorherigen Geburten
  • Mütter jünger als 18 Jahre
  • Mütter älter als 35 Jahre
  • Mehrlingsschwangerschaften
  • Herzerkrankungen der Mutter
  • Raucherinnen

Nach einer Punktion müssen 2 Wochen abgewartet werden.

Massagearten


Klassische, Schwedische Massage: hat als Hauptgrundsatz die Abfolge der Griffgruppen: Streichen, Kneten, Zirkeln und arbeitet zum Herzen hin, um dem Herzen beim Pumpen zu helfen. Sie ist wohl das was sich die Meisten unter einer Massage vorstellen. Sie ist auch die Basis auf der mein Angebot aufbaut.

Sie wird als Ganzkörpermassage oder auch Teilkörpermassage je nach Wunsch oder Bedarf angewandt.

Als:

  • klassische Rücken-/ Nackenmassage sowie Gesäßmassage welche ebenfalls zur Rückenmassage zählt. Sie dient zur Entspannung der Muskulatur um eine Vielzahl von Beschwerden, vom verspannten Nacken bis hin zu Spannungskopfschmerzen durch verhärtete Muskulatur zu lindern.
  • klassische Bein- / Fußmassage: Jeden Tag tragen unsere Beine uns durchs Leben. Sie werden es nicht bereuen ihnen mal was Gutes zu tun. Man kann hier auch wunderbar eine Fußreflexzonenmassage einbinden.
  • klassische Bauchmassage die nicht nur sehr entspannend ist, sondern auch bei Verdauungsbeschwerden oder Vorbereitung für die Colon-Massage (Spezielle Massage des Bauchraumes) Verwendung findet.
  • klassische Brustmassage: Sie dient auch zur Vorbeugung gegenüber Erkältungskrankheiten, da sie unter anderem auch das Immunsystem anregt und kräftigt. Sie kann auch in anfallsfreien Zeiten bei chronischer Bronchitis und Asthma Anwendung finden. Durch die Entspannung der Muskulatur wird die Ventilations-fähigkeit verbessert und somit kann die beschwerdefreie Zeit verlängert oder auch die Symptome gelindert werden.
  • klassische Arm- / Handmassage: Täglich gestalten wir mit unseren Händen unseren Alltag und unsere Freizeit sie sind wohl mit der beanspruchste Teil unseres Körpers. Gib was zurück und tu Ihnen etwas Gutes.
  • klassische Gesichtsmassage welche meist am Ende, als Abschlussanwendung durchgeführt wird und auch Linderung und Vorbeugung bei Beschwerden wie Kopfschmerzen oder Migräne schaffen kann.

Schwangerschaftsmassage – Perinatale Massage: Eine Schwangerschaftsmassage ist eine spezielle Massageform, die auf der Massagebank in der Seitenlage durchgeführt wird. Natürlich speziell während der Schwangerschaft kann sie natürlich auch bei nichtschwangeren (auch Männern) angewendet werden, wenn z.B. aus irgendwelchen Gründen eine Rücken- oder Bauchlage nicht möglich ist.

Eine Schwangerschaft ist keine Krankheit allerdings ein Zustand der einer besonderen Behandlung bedarf. Daher müssen Schwangere auch weitere Kontraindikationen beachten.

 

Siehe Spezielle Kontraindikationen für die Schwangerschaft.

 

Die Schwangerschaftsmassage dient neben der allgemeinen Entspannung vor allem auch der Linderung bei Schwangerschaftsbeschwerden und bietet daher einige Vorteile:

  • Die Schwangere kann entspannen und ihren Körper auf eine – vielleicht ganz neue Art und Weise – kennenlernen und so ein neues Körperbewusstsein entwickeln. Durch das stabilere Seelische Gleichgewicht erfährt auch das Baby später mehr Beständigkeit.
  • Die Geburt kann als weniger schmerzhaft empfunden werden.
  • In Beinen und Füßen können Wassereinlagerungen verringert werden.
  • Die Haut kann etwas elastischer werden und so möglicherweise Schwangerschaftsstreifen vorbeugen.
  • Verspannte (Rücken-, Atemhilfs-) Muskeln können gelockert werden.

Weitere mögliche Beschwerden, die während einer Schwangerschaft auftreten können und präventiv mit einer Schwangerschaftsmassage verhindert, gemildert oder gelindert werden können. Beschwerden am:

 

1. Bewegungsapparat:

Beschwerden am Bewegungsapparat durch rasche Gewichtszunahme, veränderter Körperschwerpunkt, schwache Rumpfmuskulatur, hormonelle Gründe. Sie spiegeln sich oft in Verspannungen am ganzen Rücken wieder.

Eine Schwangerschaftsmassage kann Muskelverspannungen reduzieren, die Beweglichkeit der Gelenke normalisiereun und helfen Gewebeschlacken abzutransportieren.

 

2. Herz Kreislauf System:

Das HKLS ist während der Schwankerschaft stark belastet. Gründe hierführ sind ein erhöhtes Blutvolumen und hormonell bedingte lockere Venen. Vor allem in den Beinen kann es vermehrt zu einem Rückstau kommen was weitere Komplikationen nach sich ziehen kann.

Die Schwangerschaftsmassage verbessert die Gewebedurchblutung, der ganze Körper wird besser mit Sauerstoff und die Plazenta mit Nährstoffen versorgt.

 

3. Magen Darm Trakt:

 Hier kann eine Schwangerschaftsmassage erleichterung verschaffen.

 

4. Atemorgane:

 Ab dem dritten Trimester ist das Lungenvolumen stark eingeschränkt. Das Zwechfell senkt sich beim Einatmen. Aber da sich der Uterus zunehmend nach oben ausweitet können sich die Lungen nur noch seitlich ausdehnen und es kann zu verspannungen in den Zwischenrippenmuskeln, die ebenfalls Maßgeblich an der Atemfunktion beteiligt sind, kommen.

Die Massage hilft diese Muskeln wieder zu entspannen.

 

5. Haut:

 Die Haut kann bis zu einem gewissen grad elastisch gehalten werden und man kann so Schwangerschafts-streifen vorbeugen, was allerdings keine Garantie sein kann. Bei ohnehin schwachem Bindegewebe wird dies auch durch viele Massagen nicht verhindern werden können.

 

6. Psyche / Stress:

Eine Massage fördert die Entspannung und nimmt Einfluss auf das vegetative Nervensystem. Dadurch wird die Ausschüttung von Stresshormonen reduziert. stressbedingte Frühgeburten können durch regelmäßige Anwendung verhindert werden.

Auch hat der Stress der Mutter einen negativen Einfluss auf den Fötus.


Sportmassage: bestehend aus Griffen der klassischen, schwedischen Massage mit einigen zusätzlichen, speziellen Grifftechniken und Ausführungsarten zur Betreuung für den Sportberreich. Grundsätzlich ist sie für eine belebende aktivierende Massage gedacht, die den Körper aufwecken soll. Im Gegensatz zu einer Entspannungsmassage. Abgewandelt kann sie auch als Ergänzung zur klassischen Massage kommen. Je nach Ziel der Massage.

Unterschieden werden in der sportlichen Anwendung:

  • vor dem Training/Wettkampf (als Vorbereitung auf die Belastung),
  • während des Trainings/Wettkampfs (als Unterstützung zur Aufrechterhaltung der Belastung),
  • zwischen dem Training/Wettkampf (als Vorbereitung für weitere Belastungen nach Trainings- / Wett- kampfpausen)
  • nach dem Training/Wettkampf (zur raschen Erholung und Einleitung der Regenerationsphase)

On Side Massage: On Side bedeutet so viel wie "sofort", "auf der Stelle" und wird auch "Büro- oder Eventmassage" genannt. Die Ursprünge gehen ins Jahr 1985 zurück, als der Apple Konzern beschloss seine Mitarbeiter direkt am Arbeitspatz durch kurze Massagen fit und motiviert zu halten. Seitdem bieten immer mehr Unternehmen ihren Mitarbeitern dieses Konzept an. Der Hintergedanke ist der, dass die Mitarbeiter gesund bleiben und somit Ausfälle durch Krankheit vorzubeugen. Oftmals kann der Arbeitgeber die On Side Massage sogar steuerlich geltend machen und ist damit abzugsfähig.

Es handelt sich dabei um eine Rücken- / Nackenmassage, bei der ein Massagestuhl zum Einsatz kommt.


Manuelle Lymphdrainage: Es werden ganz spezielle Kombinationen aus Griffen wie Schöpfen, Schieben und Pumpen angewendet. Die Massage hat eine sehr entspannende Wirkung auf das vegetative Nervensystem und dient hauptsächlich der Befreiung der Lymphbahnen von Stauungen, damit die Lymphe wieder ungehindert fließen kann. Lymphe? Hat sicher jeder schon einmal gehört. Aber was ist das eigentlich genau und wozu braucht man das überhaupt? Sie kann in vielen Situationen Anwendung finden.

Die Lymphe oder das Lympatische System hat die wichtige Aufgabe für Ordnung im Körper zu sorgen. Das Lymphsystem ist sozusagen die Müllabfuhr des Körpers. Alles was nicht mehr benötigt wird und im Gewebe zwischen den einzelnen Zellen abgelagert wurde, wird über diesen Weg ausgeschwemmt. Dazu gehören Giftstoffe, Stoffwechselendprodukte, abgestorbene Zellen, im Gewebe übrig gebliebenes Wasser,... . Das Tolle ist, das Wasser das so im Gewebe nutzlos herumliegt wieder vom Körper nutzbar gemacht wird.

Und was passiert wenn diese ganzen Stoffe aus dem Körper kommen? Das allgemeine Wohlbefinden wird gesteigert. Das Bindegewebe wird gestärkt, die Immunabwehr unterstützt, das Hautbild wird verbessert.

Spezielle Kontraindikationen, die für die Lymphdrainage gelten:

  • dekompensierte Herzinsuffizienz (durch die Herzschwäche ist das Herz nur schwer oder gar nicht in der Lage mit der durch die Lymphdrainage bewegte Flüssigkeit fertig zu werden.)
  • Herzrhythmusstörungen (Vagusreizung)
  • Venenthrombose und Thrombophlebitide (Gefahr einer Embolie (Gefäßverschluss))
  • bösartige Tumore und Metastasen (Krebs)
  • Niereninsuffizienz
  • Schilddrüsenfunktionsstörungen
  • akute Akne und allergische Kontaktekzeme der Haut
  • Diabetes Mellitus

Indikationen der Lymphdrainage:

  • eine gesteigerte Immunabwehr (durch Abfluss der Erreger und Schadstoffe, somit Erkältungsprävention vor allem in den Übergangsjahreszeiten)
  • Entspannung des Körpers (durch Stimulation des vegetativen Nervensystems)
  • allgemeine Entstauung des Körpers durch Anregung der Lymphangiomotorik
  • eine verbesserte Ernährung bzw. Versorgung der Haut
  • Entzündungshemmung (antiphlogistische Wirkung)

Shiatsu Massage: Eine Traditionelle Massageform aus Japan. Die von mir angewanndte Form dieser wundervollen Massage stützt sich auf die Medianlehre und die Massagetechniken von Masunaga. Sie wird in angezogenem Zustand auf dem Boden ausgeführt. Der Bodenkontakt ist fest in der japanischen Kultur verankert. Durch die Erdnähe wird die Schwerkraft unmittelbar wahrgenommen. Die Erde ist im fernöstlichen Weltbild das Zentrum der Kraft und sorgt für Stabilität und Halt.

Shiatsu heißt übersetzt "Fingerdruck" und ist, obwohl der Begriff erst in diesem Jahrhundert entstand, tief mit der traditionellen Chinesischen Medizin und Denkweise verbunden. Als Grundlage der Massage dient der Einfluss der Berührung auf das Meridiansystem im Körper. Das Meridiansystem stellt die in der Chinesischen Medizin enthaltenen Energiebahnen dar durch die die Lebensenergie, das Qi, fließt. Es wird im Chinesischen (Tschi) und im Japanischen (Ki) ausgesprochen. Da alle Meridiane mit bestimmten Organen verbunden sind kann gezielt Einfluss auf die Körperfunktionen genommen werden und damit auf unsere Gesundheit und Wohlbefinden. Der Grundgedanke ist, dass nur, wenn das Qi ungehindert fließen kann und alles im Gleichgewicht ist, auch der Mensch gesund ist. Das Prinzip für das Gleichgewicht wird mit dem Prinzip von Yin und Yang erklärt, dem sich die Elemente und auch das Qi unterordnet.

Yin und Yang ist das Zusammenspiel von Allem und die Harmonie die wir anstreben um gesund zu sein. Yin und Yang findet man in allem wieder, zum Beispiel im Wandel der Jahreszeiten. Sie stellen alle Gegensätze in der Natur und in unserem Denken dar und beschreiben auch die Abhängigkeit aller Gegensätzen voneinander. (z.B.: Licht, Wärme, Leben kann es nur geben wenn es auch Dunkelheit, Kälte, Tod gibt, ohne das eine ist das andere nicht existent)

Nach dem zweiten Weltkrieg brachte der Japaner T. Namikoshi das Shiatsu in die USA mit und wurde so im "Westen" bekannt. Jedoch erst in den siebziger Jahren fand Shiatsu unter dem japanischen Shiatsu - Therapeuten Shizuto Masunaga weite Verbreitung in der westlichen Welt. Seine Grundlage bildete wieder die Lehre des Meridiansystems, des Qi, dem Prinzip von Yin und Yang und der 5 Elemente (Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser).

Die Kontraindikatioen für die Shiatsu Massage decken sich mit den oben beschriebenen allgemeinen Kontraindikationen.

Indikationen der Shiatsu Massage:

  • Verspannung und Kopfschmerzen
  • Funktionsstörungen des Bewegungsapparates
  • Energiemangel, Schlafstörungen, Müdigkeit
  • Stress, Nervosität und Störungen des vegetativen Nervensystems
  • Verdauungsprobleme
  • Menstruationsbeschwerden und andere gynäkologische Beschwerden
  • Atemwegserkrankungen und Herz - Kreislauf - Beschwerden

Fußreflexzonenmassage: entwickelt in den USA / Europa, zählt zu den alternativmedizinischen Behandlungsmethoden. In der heutigen Form ist es eine recht junge Massageform die vorwiegend in den USA entwickelt wurde. Allerdings kannten die Chinesen und Inder die Druckpunktmethode schon vor 5000 Jahren. Auch die Indianer in Nord- und Mittelamerika hatten entsprechende Kenntnisse die jedoch in Vergessenheit gerieten.

Als Grundlage dient die Erkenntniss, dass das zentrale Nervensystem mit allen Organen eine Verbindung besitzt und die Organe weiter mit bestimmten Hautbereichen eine Verbindung aufweisen. Mit der Massage wird nun sozusagen der "Rückweg" benutzt. Durch Aktivierung bestimmter Hautbereiche kann nun gezielt Einfluss auf die Organe genommen werden die schließlich den Reiz weiter bis ins Gehirn weiterleiten. So einsteht eine Harmonisierung des ganzen Körpers welche sich in gesteigertem, ganzheitlichem Wohlbefinden wiederspiegelt. An Ohren und Hände spiegeln sich die Organe ebenfalls wieder, jedoch ist die FRZ - Massage am bekanntesten.

Es sollte allerdings noch erwähnt werden, auch wenn die Fußreflexzonenmassage bereits sehr erfolgreich angewendet werden konnte, bleibt ein wissenschaftlicher Beweis für die Wirksamkeit noch aus.

Neben den allgemeinen Konraindikationen muss bei folgenden Krankheitsbildern auf die Anwendung verzichtet werden:

  • Offende Wunden, Fußpilz, Hauterkrankungen, Melanome, Transplantate
  • Entzündungen im Behandlungsbereich
  • Akute Arterien- und Venenentzündungen, Krampfadern
  • Akute Entzündungen im Bereich des Lymphsystems
  • Psychische Störungen / Erkrankungen
  • Unter Vorbehalt: Schwangerschaft, Diabetes, Morbus Sudeck

Zu den präventiven Indikationen gehören:

  • Stressabbau, Entspannungsförderung, Steigerung des Wohlbefindens
  • Stärkung der Abwehrkräfte
  • Harmonisierung von Drüsenfunktionen
  • Allgemeine Harmonisierung des Magen - Darm - Systems
  • Unterstützung von Ausscheidung und Entgiftung
  • Förderung der Konzentration

Bindegewebsmassage: eine Form der Reflexzonenmassage bei der man ganzheitlich auf den Körper wirken und Hautverklebungen lösen kann. Sie steigert das Wohlbefinden in dem sie für eine Harmonisierung der Organe sorgt.

Siehe auch die Beschreibung bei der Fußreflexzonenmassage. Die Bindegewebsmassage ist eine Anwendung am Rücken. Man sitzt dabei mit freiem Oberkörper entspannt auf einem Stuhl. Über Veränderungen auf der Haut können nun mögliche Störungen erkannt werden. Bestimmte Hautareale spiegeln, wie zum Beispiel am Fuß, bestimmte Organe bzw. Körperbereiche wieder, auf die nun geziehlt Einfluss genommen werden kann. Erkannte Hautveränderungen lassen jedoch keine zuverlässige Diagnose zu, da jeder Mensch unterschiedlich reagiert. Es ist zu beachten, dass es immer ein "Kann sein" aber nie ein "Muss sein" ist. Zum Bestimmen von Beschwerden ist eine umfangreiche Anamnese zwingend notwendig.

Kontraindikationen die für die Bindegewebsmassage gelten:

  • akute Entzündungen und Infektionen
  • Infarkte an Herz, Hirn und anderen Organen, Schlaganfall, Pneumonie
  • Akutphasen bei Bandscheibenvorfällen und Frakturen etc.
  • Blutdruckkriesen
  • Blutungen, frische Verletzungen
  • akute Psychosen

Zu den präventiven Indikationen gehören:

  • allgemeiner Spannungsausgleich im subkutanen Bindegewebe (Unterhaut)
  • Lösung von Hautverklebungen zwischen Unterhaut (Subkutis) und Muskelfaszie
  • Normalisierung der Organfunktionen durch vegetative Umstimmung
  • Förderung der allgemeinen Entspannung, Erholung und Regeneration

Die folgenden Massageformen können im Bedarfsfall, oder als spezielle Ergänzung einer klassischen Massage, zum Einsatz kommen.


Sportmassage: bestehend aus Griffen der klassischen, schwedischen Massage mit einigen zusätzlichen, speziellen Grifftechniken und Ausführungsarten zur Betreuung für den Sportbereich. Grundsätzlich ist sie für eine belebende aktivierende Massage gedacht, die den Körper aufwecken soll. Im Gegensatz zu einer Entspannungsmassage. Abgewandelt kann sie auch als Ergänzung zur klassischen Massage kommen. Je nach Ziel der Massage.

Unterschieden werden in der sportlichen Anwendung:

  • vor dem Training/Wettkampf (als Vorbereitung auf die Belastung),
  • während des Trainings/Wettkampfs (als Unterstützung zur Aufrechterhaltung der Belastung),
  • zwischen dem Training/Wettkampf (als Vorbereitung für weitere Belastungen nach Trainings- / Wett- kampfpausen)

nach dem Training/Wettkampf (zur raschen Erholung und Einleitung der Regenerationsphase)


Kinesio-Taping: (ursp. japanisch) Bedeutung: "kinesio" = Bewegung

Ursprünglich für den (Leistungs-) Sport gedacht nutzt man Tapes um verletzte Bereiche ruhigzustellen, zu stützen und zu schützen.. Die Tapes werden direkt auf die Haut geklebt. Es gibt unellastische sowie elastische Tapes.. Das Kinesio Tape ist elastisch um die volle Beweglichkeit zu erhalten. Da es in seine Ursprüngliche Form zurück will, kann gezielt Zug auf den beklebten Bereich ausgeübt werden.

 

Wie wirkt Das Tape?

Durch Spannung auf der Haut wird diese in Flalten gelegt und somit werden in der Tiefe des Gewebes Freiräume geschaffen und das Gewebe durch Bewegung gegeneinander verschoben. In den Freiräumen können Stoffwechsel-aktivitäten wieder ungehinderter stattfinden und durch Bewegung werden Verklebungen in den Faszien gelöst, die oft auch Ursache für Schmerzen sein können. So kann auch das Lymphsystem unterstützt werden und Schlacken, Flüssigkeitsablagerungen, Gewebereste usw. besser Abtransportiert werden.

Die Farbe der Tapes: Sind es nur modische Aspekte weils Bund einfach schöner ist oder soll die Farbe die elastizität des Tapes wiederspiegeln? Die Farbe hat nichts mit der Elastizität zu tun. Jedes Tape ist in der Hinsicht gleich. Es gibt lediglich Unterschiede der Hersteller. (anderer Kleber, anderes Material usw.)

Das Aussehen schon, vor allem wenn man in den Sichtbaren bereichen klebt. Aber es gibt noch einen anderen Grund, den man ausser Acht lassen kann oder auch nicht. Die Farbe hat was mit Energetik zu tun.

Dadurch das jede Farbe im Spektum seine eigenen Frequenz besitzt wirkt Sie anders auf den Körper. Aus der Sicht, ist die Lieblingsfarbe nicht immer die Richtige.

 

Was kann ich mit tapen erreichen?

Kurz gesagt will man mit dem Tapen eine Schmerzreduktion erreichen um eine freiere Bewegung zu ermöglichen die durch den Schmerz sonst eingeschränkt wäre.. Oftmals ist so das die Bewegung an sich den Schmerz lindern würde jedoch tut man es wegen dem Schmerz nicht. Ein Teufelskreis den man mit Tapen durchbrechen kann.

Oder man unterstütz einen geschwächten Bereich (z.B. Sprunggelenk nach dem Umknicken) um mehr Sicherheit in die Bewegung zu bekommen. Mit einer verbesserten, unbeschwerteren Bewegung wird schon oft dem Schmerz entgegengewirkt und die Regeneration/Heilung unterstützt.

Die Anwendungsmöglichkeiten sind dabei sehr vielfältig. Natürlich bei Muskelverspannungen aber auch bei Asthma, Zähneknirschen, frischen und alten Narben, Regelbeschwerden... können Kinesio Tapes zum Einsatz kommen. Wichtig ist allerdings auch hier möglichst die Ursache genau zu kennen und gegebenenfalls durch den Arzt vorher abklären zu lassen. Es ist wichtig zu wissen woher der Schmerz kommt.

Beruhigend ist allerdings das man kaum was falsch machen kann und keine Nebenwirkungen zu erwarten sind. Schlimmstenfalls wirkt es nicht oder ist unangenehm zu Tragen. Dann macht man es einfach wieder ab und probiert eine andere Tapevariante bis es wirkt. Eine Schmerzreduktion sollte sofort eintreten und das Tape sollte kaum spürbar, zumindest nicht störend wirken.

Wichtig!!!: Tapen und Bewegung gehören eng zusammen. Also Tapen und raus an die frische Luft. :-)

 

Wo liegen die Grenzen der Tapes?

Zunächst können Tapes nur lindernd und unterstützend wirken und keine Behandlung ersetzen aber durchaus Operationen vermeiden oder auch medikamentöse Dosen verringern oder auch unnötig machen. Es sind die Kontraindikationen zu beachten. Starke Muskelkater können zum Beispiel verschlimmert werden oder die Heilung beeinträchtigen. Faser oder gar Muskelrisse dürfen auch nicht getapet werden so lange sie nicht wieder zusammengewachsen sind.

  • Kontraindikationen: Sind im Prinzip die, die auch für die klassische Massage gelten und können so übernommen werden.
    • Bei dünner, empfindlicher oder schlaffer Haut muss man entscheiden ob es Sinnvoll ist oder gegebenenfalls das Tape wieder entfernen.
    • Wer stark zu Allergieen neigt, sollte zuvor an einer geeigneten Stelle ein kleines Tape anbringen und die Reaktion abwarten bevor richtig getaped wird.

sanfte HWS - Mobilisation: es handelt sich dabei um eine präventive und sehr angenehme Massageform die auf langsamen Dehnungen und weichen Massagetechniken im Hals- und Kopfbereich beruht. Sie kann vor allem zur Vorbeugung von muskulären Verspannungen im Kopf-, Hals- und Nackenbereich, wie sie oft bei sitzenden Tätigkeiten auftreten, eingesetzt werden. Es ist immer eine Vorbehandlung, zum Beispiel eine klassische Rücken- und Nackenmassage oder Wärmebehandlung (Packung, Rotlicht etc.) notwendig, um keine Schäden zu erzeugen.
spezielle Kontraindikationen für eine HWS Mobilisation:

  • akute, unklare Halswirbelsäulenbeschwerden
  • akute Bandscheibenvorfälle
  • akute Migräneanfälle
  • schwere Osteoporose
  • direkt nach traumatischen Vorfällen, wie z.B.: einem Autounfall

spezielle Indikationen:

  • Besonders bei Kopfschmerz- oder Migränebeschwerden kann die HWS Mobilisation positiv zur Anwendung kommen
  • auch bei chronischen psychischen Stresszuständen kann man eine gezielte Stress-Prophylaxe erfahren

Colon Massage: (griech. "kolon"= Darm) Eine spezielle Massage des Bauchraumes die besonders auf den Dickdarm einwirkt. Sie wurde vom Arzt und Physiotherapeuten Dr. Paul Vogler entwickelt und soll eine Verbesserung und Optimierung der Darmtätigkeit bewirken. Eine präventive Maßnahme um Verdauungsprobleme wie. z.B.: unregelmäßiger Stuhlgang, Verstopfung vorzubeugen. Eine natürliche Alternative zu Abführmitteln) Beachte! Die Regelmäßige Einnahme von Abführmitteln kann die Ursache von Verstopfungen sein.

Durch die Anregung der Darmtätigkeit kann man als Folge das Gefühl bekommen auf die Toilette zu müssen. Daher bitte vor der Massage nochmal aufs Klo gehen. Auch akute Blähungen durch vermehrte Luftbildung während der Massage sind möglich und ganz normal. Diese sollen auch ohne Scham entweichen dürfen!

spezielle Kontraindikationen:

  • bei Morbus Crohn und Colitis ulcerosa im aktiven Schub
  • während der Schwangerschaft
  • bei akuten Entzündung im Bauchraum und / oder Beckenraum
  • bei Divertikulose (Bildung von Divertikeln, Ausstülpungen der Darmwand) und als mögliche Folge Divertikulitis (Entzündung einzelner oder mehrerer Divertikeln)
  • bei Krebserkrankungen im abdominalen Bereich (Bauchraum)

Breuss Massage & Dorn Anwendung: Die Breuss Massage (Rudolph Breuss 1899-1990) wird oft mit der Dorn Anwendung (Dieter Dorn 1938-2011) kombiniert. Beides dient der Behebung und Vorbeugung von Rückenschmerzen. Während die Breuss Massage ihre Anwendung im Wirbelsäulenbereich findet, zielt die Dorn Anwendung auf die manuelle Korrektur der Wirbel und Beinlängendifferenz ab.

Der Grundgedanke dahinter ist, dass die Bandscheiben einem Schwamm ähneln und sich wie ein Schwamm nur durch Druck und Entlastung (durch Diffusion) mit Nährstoffen versorgen können. Durch den speziellen Massageablauf soll die Regeneration der Bandscheiben durch Streckung der Wirbelsäule in Verbindung mit Johanniskrautöl erfolgen. Breuss vertrat die Ansicht, dass speziell Johanniskrautöl zu den Bandscheiben vordringt und diese zum Aufquellen bringt. Mit Hilfe von Seidenpapier soll die Körperwärme im Körper verbleiben und so ein Gefühl von Wärme, sowie Wohlbefinden entstehen. Dadurch sollen Verspannungen gelöst und der Wirbelsäule positive Energien zugefügt werden. Die negative Energie wird durch das Seidenpapier "Magnetisiert" und mit Hilfe von Ausstreichen der Energiebahnen abgeleitet. So soll die Selbstheilung der degenerierten Bandscheiben angeregt werden.

Zusätzlich zu den allgemeinen Kontraindikationen sollte bei folgenden Beschwerden auf eine Massage speziell im Wirbelsäulenbereich verzichtet werden:

  • bei Gleitwirbel (Spondylolisthesis)
  • bei Absplitterungen an der Wirbelsäule

Dagegen stehen folgende präventive Anwendungsmöglichkeiten (Indikationen):

  • bei Stresszuständen und Burnout
  • bei Allgemein angespannter Rückenmuskulatur
  • zur Unterstützung bei Schwächezuständen
  • bei Spannungen im Wirbelsäulenbereich

Folgende Massageformen können bei Kundenbedarf nach einer entsprechenden Schulung mit ins Angebot mit Aufgenommen werden.


Babymassage


Shiatsu Massage (japanisch) ca. 30-60 Min.


Hot-Stone-Massage (asiatisch/hawaiianisch)


Lomi-Lomi-Nui Massage